zurück zur Startseite

 

zurück zu Orte

 

Impressum


Der Landkreis Darkehmen in Ostpreußen

1.Kurzer historischer Überblick

2. Einwohnerentwicklung

3. Landräte

 

Übersichtskarte des Kreises

Quelle: www.ostpreussen.net

 

1.Kurzer historischer Überblick

 

Der  Landkreis Darkehmen in Ostpreußen bestand in der Zeit zwischen 1818 und 1945 und war nach der gleichnamigen Kreisstadt benannt. Das Kreisgebiet gehörte in vorchristlicher Zeit verschiedenen Prußengauen an: Der kleinere westliche Teil gehörte zu Barten und Natangen, der größere östliche Teil zu Nadrauen, dessen Westgrenze mitten durch Trempen verlief.

01.09.1818: Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat entsteht der Kreis Darkehmen aus sieben Kirchspielen, zu denen im Laufe des 19. Jahrhunderts zwei weitere hinzukamen::

 

Nur vorübergehend (1721/25-1762/1819) bestand die 

Reformierte Kirchengemeinde in Gr. Beynuhnen

 

 

 

Kreisstadt ist Darkehmen. Der Kreis gehört zum Regierungsbezirk Gumbinnen in der preußischen Provinz Preußen, die staatsrechtlich zum Königreich Preußen gehört.

17.03.1828: Einführung der Kreisordnung für das Königreich Preußen.

03.12.1829: Zusammenschluss der preußischen Provinzen Preußen und Westpreußen zur neuen preußischen Provinz Preußen mit dem Sitz des Oberpräsidenten in Königsberg i. Pr. Die Provinz Preußen umfasst die Regierungsbezirke Danzig, Gumbinnen, Königsberg und Marienwerder.

11.03.1850: Veröffentlichung der Gemeindeordnung für den Preußischen Staat.

19.06.1852: Sistierung der Einführung der Gemeindeordnung für den Preußischen Staat vom 11. 3. 1850.

1853: Aufhebung der Gemeinde-Ordnung für den Preußischen Staat vom 11. 3. 1850.

30.05.1853: Einführung der Städte-Ordnung für die sechs östlichen Provinzen der Preußischen Monarchie.

14.04.1856: Einführung

01.07.1867: Der Kreis Darkehmen tritt mit der preußischen Provinz Preußen dem Norddeutschen Bund bei. Sitz der Verwaltung bleibt die Stadtgemeinde Darkehmen.

18.01.1871: Gründung des Deutschen Reiches, zu dem der Kreis Darkehmen nun gehört - wie auch weiterhin zum Königreich Preußen.

01.01.1874: Einführung der Kreisordnung für die Provinzen Preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen vom 13. 12. 1872.

04.05.1874: Eingliederung des Krugs Skallischen (Gutsbezirk Skallischen) aus dem Kreis Angerburg in den Kreis Darkehmen.

21.07.1875: Eingliederung der Landgemeinde Grünheide aus dem Kreis Darkehmen in den Kreis Gumbinnen.

10.08.1876: Eingliederung

01.04.1878: Auflösung der Provinz Preußen und Bildung der Provinz Ostpreußen aus den Regierungsbezirken Gumbinnen und Königsberg.

18.06.1879: Eingliederung des Forstetablissement Kerinneshof (alias Lindenberg) (Gutsbezirk Brödlauken) aus dem Kreis Gumbinnen in den Kreis Darkehmen.

Im November 1879 erschien im Selbstverlag des Landwirthschaftlich-statistischen Bureaus in Berlin das "Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche". In der III. Lieferung des I. Bandes wird die Provinz Ostpreußen und auf den Seiten 168 bis 177 der Kreis Darkehmen behandelt. Die Angaben  zu den Gutsbesitzern, der Pächter und Administratoren sind erfasst. Sie finden sich in der Personen-Datenbank. Hier soll die vorangestellte "Geographische Beschreibung und Angabe der Communicationswege" wiedergegeben werden:

"Der inmitten des Regierungsbezirks Gumbinnen zwischen 54° 13' und 54° 34' nördlicher Breite und 39° 17' und 39° 53' östlicher Länge belegene Kreis Darkehmen grenzt im Norden an die Kreise Insterburg und Gumbinnen; im Osten an die Kreise Gumbinnen und Goldap; im Süden an den Kreis Angerburg; im Westen an die Kreise Gerdauen (Regierungsbezirk Königsberg) und Insterburg. Eine Enclave, in welcher die Grafschaft Grünheide liegt, hat der Kreis 2 Klm. von seiner nördlichen Spitze entfernt in dem Kreise Gumbinnen.

Der Kreis hat bei einer Grösse von 7,64 Q.-Myr. 35,677 Ew. incl. der einzigen Stadt des Kreises:

Darkehmen (Darkehmen) ............... 2,924 Ew.

Flüsse hat der Kreis eine Menge; die bedeutendsten sind folgende: der Angerap-Fluss kommt aus dem Kreise Angerburg, tritt bei Friedrichsfelde, hier den Goldap-Fluss, aufnehmend, an die Kreisgrenze und verfolgt diese zwischen den Kreisen Darkehmen und Angerburg bis Skallischen, wo der letztgenannte Kreis tief in den diesseitigen hineinschneidet, bei Skallischen tritt der Angerap in den diesseitigen Kreis, hat bei den verschiedensten Krümmungen bis Angerap einen östlichen Lauf, wendet sich hier in einem grösseren Bogen nach Norden und setzt auch ferner in verschiedenen Windungen seinen Lauf durch Darkehmen fort und verlässt bei Datzkehmen den Kreis, um in den Kreis Gumbinnen überzutreten. - Der Gaweiten-Fluss kommt aus dem Kreise Goldap, tritt bei Skarupnen in den Kreis, durchfliesst ihn an seiner östlichen Seite in nordöstlichem Laufe und verlässt ihn bei Schakumehlen, in den Kreis Gumbinnen tretend; der Goldap-Fluss tritt aus dem Kreise Goldap bei Ostkehmen an die diesseitige Kreisgrenze und macht so bis Hohenbruch zwischen den Kreisen Darkehmen und Goldap, von hier ab bis Gruneiken zwischen Darkehmen und Angerburg die Grenze und tritt hier in den Kreis Angerburg. - Der Auxine-Fluss tritt aus dem Kreise Gumbinnen in den diesseitigen Kreis, durchfliesst die nördliche Spitze desselben in westlichem Laufe und geht 1,5 Klm. westlich von Krebswinkel in den Kreis Insterburg über. - Der Dittoma-Fluss fliesst auf der nördlichsten Spitze des Kreises auf der Grenze zwischen den Kreisen Darkehmen und Insterburg. - Eine Menge kleinerer Flüsse kommen überall im Kreise vor, verdienen indess nicht der Erwähnung.

Seen kommen durch den ganzen Kreis, mit Ausnahme des nordöstlichen Theiles, vor, sind indess kaum nennenswerth.

Eine Chaussee von Goldap über Darkehmen durchläuft mit einer Länge von 31 Klm. den Kreis von Südosten nach Nordwesten, tritt bei Masutschen in denselben und verlässt ihn bei Labowschken, in den Kreis Gumbinnen übergehend. - Bei Gross-Kallnen zweigt sich in nordöstlichem Laufe eine Zweigchaussee nach Gumbinnen ab, die indess nach 1,5 Klm. Länge im Kreise schon in den Kreis Gumbinnen übergeht. Ferner führt von Darkehmen nach Kowarren, also in westlicher Richtung, eine Chaussee von 14 Klm. Länge; bei Bisdzuhnen zweigt sich von der Goldap-Insterburger Chaussee eine solche in Länge von 8,5 Klm. nach Klein-Szabienen ab. Ferner von Trempen nach Angerburg 17,5 Klm-, von Kowarren nach Pentlack 7 Klm., von Szallgirren nach Bokellen 0,7 Klm., von Insterburg nach Nordenburg 5 Klm. und von Trempen nach Insterburg 9 Klm. - Die Communication im Kreise ist mithin eine gute zu nennen."8)

01.04.1881: Einführung der Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. 3. 1881.

01.04.1892: Einführung der Landgemeindeordnung für die sieben östlichen Provinzen vom 3. 7. 1891.

01.01.1908: Der Kreis Darkehmen umfasst 231 Gemeinden/ Gutsbezirke. Sitz der Verwaltung ist nach wie vor die Stadtgemeinde Darkehmen.

06.10.1910: Verbindliche Festlegung der Schreibweise von Ortsnamen mit mehreren Namensbestandteilen: Danach wird die Schreibweise der Orts- und Verwaltungsbezirksnamen mit einem unterscheidenden Vorsatzworte wie Alt, Neu, Groß, Klein, Bergisch, Deutsch usw. - sofern sie nicht jetzt schon in einem Worte geschrieben werden - ohne Bindestrich, dagegen solche, die sich aus zwei oder mehreren Stammnamen zusammen setzen, wie Schleswig-Holstein, Beeskow-Storkow usw. mit einem Bindestrich als die amtlich richtige festgesetzt.

01.07.1925: Eingliederung der Landgemeinde Groß Wischtecken (teilweise) aus dem Kreis Gumbinnen in den Kreis Darkehmen.

30.09.1929: Entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen findet auch im Kreis Darkehmen eine Gebietsreform statt, bei der nahezu alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt werden.

01.09.1931: Der Kreis Darkehmen umfasst 165 Gemeinden/ Gutsbezirke. Sitz der Verwaltung ist weiterhin die Stadtgemeinde Darkehmen.

01.01.1934: Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. 12. 1933; dadurch Umbenennung der Stadtgemeinden in Städte. Der Kreissitz heißt nun "Stadt Darkehmen".

01.04.1935: Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935; dadurch Umbenennung der Landgemeinden in Gemeinden. Damit wird das sog. "Führerprinzip" auch auf kommunaler Ebene eingeführt. Eine neue Kreisverfassung wurde vor 1945 nicht mehr geschaffen; es galt seit 1881 die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen.

Kreiskarte mit den alten Namen

 

03.06.1938: Umbenennung der Stadt Darkehmen in Darkeim.

16.07.1938: Umbenennung der Stadt Darkehmen in Angerapp.

07.09.1938: Umbenennung des Kreises Darkehmen in Kreis Angerapp.

01.01.1939: Umbenennung des Kreises Angerapp in Landkreis Angerapp entsprechend einer reichseinheitlichen Regelung.

01.04.1941: Bildung des neuen Heeresgutsbezirks Gudwallen .

01.10.1944: Der Landkreis Angerapp umfasst wie 1931 165 Gemeinden/ Gutsbezirke. Sitz der Verwaltung ist noch für kurze Zeit die Stadt Angerapp.

21.10.1944: Räumung des  nördlichen Kreisgebiets von der Zivilbevölkerung

22.10.1944: Räumung der Stadt Angerapp

1. 11. 1944: Räumung des südlichen und westlichen Kreisgebiets. Aufnahmekreis ist für den gesamten Landkreis der Landkreis Preußisch Holland.

Frühjahr 1945: Das Kreisgebiet wird durch die Rote Armee besetzt. 

Der überwiegende Teil des Kreises gehört heute zum russischen Oblast Kaliningrad, die Stadt Darkehmen heißt heute Ozersk (Einwohner 2006: 5.357). Der südliche Zipfel des Kreisgebiets um Rogahlen gehört zu Polen.

 

2. Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahl insgesamt Katholiken Juden
1818 20.283 NN NN
1879 35.677 NN NN
1890 34.207 196 (0,6 %) 101 (0,3 %)
1900 32.782 175 (0,5 %) NN
1905 32.285 NN NN
1910 31.485 340 (1,1 %) NN
1925 32.635 261 (0,8 %) 45 (0,1 %)
1933 31.445 369 (1,2 %) 33 (0,1 %)
1944 31.177 439 (1,4 %) 3 (0,0 %)

3. Landräte:

01.09.1818: Franz von Buttlar. Zuerst kommissarisch, ab 10.03.1820 endgültig, mindestens bis 1830.

vor 1824: Gottfried Benjamin Sperber. Starb 1824.

vor 1849: Arnoldt. Kam als Regierungsreferendar von der Regierung Gumbinnen. Als kommissarischer Landrat 1849 in der Eigenschaft als Regierungsassessor nach Danzig versetzt.

01.06.1849: Wolff (kommissarisch). Kam als Regierungsreferendar von der Regierung Gumbinnen.

1851-1865: Heinrich (von) Schirmeister. Kam als Landrat aus dem Kreis Insterburg. Wurde zuerst kommissarisch beauftragt und 1853 endgültig ernannt.

27.01.1865-1874: Dr. Gustav Heinrich Konrad von Goßler (* 13.04.1838 Naumburg + 29.09.1902 Danzig). Sohn des späteren  Kanzlers des Königreiches Preußen, Karl Gustav von Goßler. Kam als Gerichtsassessor (seit 1864) vom Oberlandesgericht in Insterburg. Wurde zuerst kommissarisch beauftragt und am 27.12.1865 endgültig zum Landrat ernannt. Seit 1867 verheiratet mit Mathilde von Simpson. 1874 wurde er zum Hilfsarbeiter im Preußischen Innenministerium in Berlin bestellt und wurde 1878 zuerst Oberverwaltungsgerichtsrat, dann 1879 Unterstaatssekretär im Kultusministerium, wo er es dann zum Kultusminister brachte (1881-1891). Von 1877 bis 1884 war er gleichzeitig Mitglied des Reichstags für die Konservative Partei, 1881 sogar Reichtagspräsident. 1891 berief ihn Wilhelm II. zum Oberpräsidenten von Westpreußen. Dieses Amt hatte er bis 1902 inne.

1876-15.05.1890: Max Bergmann (1844-nach 1911). Kam als Regierungsassessor, wurde zuerst kommissarisch beauftragt und am 13.04.1878 endgültig im Range eines Regierungsrats zum Landrat ernannt. Am 15.05.1890 wurde er zum Oberregierungsrat ernannt und nach Danzig versetzt, 1895 nach Königsberg. 1911 trat er außer Dienst. Bergmann war für die Deutschkonservative Partei Mitglied des Reichstages von 1894 bis 1890 und Mitglied des Abgeordnetenhauses von 1886-1890.

14.01.1890-16.12.1891: Hermann von Kruse. Kam als Regierungsassessor von der Regierung Gumbinnen und wurde vertretungsweise zum Landrat ernannt. Ende 1891 wurde er mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes in Adenau beauftragt und am 01.07.1892 dort endgültig zum Landrat ernannt.

1892 wurde August von Saucken(-Tarputschen) (1852-1923) vom Kreistag zum Landrat gewählt, wurde aber auf Grund eines Beschlusses des Preuß. Staatsministerium vom 13.10.1892 nicht bestätigt, wohl weil er 1891 als "freisinniger Agitator" aus seinem Amt als Staatsanwalt in Bartenstein entlassen wurde.

16.10.1892-25.09.1897: Hermann von Busenitz (1860-1917). Er begann seine Laufbahn 1885 als Regierungs-Referendar in Frankfurt/Oder, beendete sein Referendariat 1888 als Regierungs-Assessor in Posen. 1891 wurde er kommissarischer Landrat in Darkehmen, am 16.10.1892 wurde er endgültig dazu ernannt. Ging 1897 als Regierungsrat zum Oberpräsidium in Danzig. 1903 wurde er Oberregierungsrat in Königsberg, 1905 in Gumbinnen und von 1906-1917 in Aachen.

06.08.1898-04.03.1911: Friedrich Eggert. Wurde 1911 zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Berlin ernannt.

März 1911-1920: Dr. jur. Alexander von Martius. Kam als Regierungsassessor und wurde erst kommissarisch beauftragt und am 06.06.1911 endgültig ernannt. Wurde 1920 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Februar 1920-24.04.1933: Willi Seroski (1874-1947). Mitglied der SPD. Seroski begann seine berufliche Laufbahn 1894 als mittlerer Justizbeamter beim Amtsgericht Anklam. 1901 wurde er Gerichtssekretär beim Amtsgericht Jakobshagen. Kam als Bürgermeister aus Saalfeld, wo er seit 1910 tätig war. Wurde zuerst kommissarisch beauftragt und am 24.01.1921 endgültig ernannt. "Der Wiederaufbau des von Kriegsverwüstungen schwer getroffenen Landkreises und dessen gedeihliche Fortentwicklung gehört mit zu seinen Verdiensten. Er, den man als einen volkstümlichen Landrat bezeichnen darf, verstarb nach dem 2. Weltkrieg als Heimatvertriebener in der damaligen britischen Besatzungszone."7) Vertreter des Landrats war vom 01.12.1923 bis 28.02.1941 der Leiter der landrätlichen Abteilung der Kreisverwaltung,  Regierungsoberinspektor Kurt Kakrow4).

Ende April 1933-Ende Mai 1933: von Winterfeld als Landratsamtsvertreter. Hat sich durch die Art der Verhaftung des Rittergutsbesitzers Behm in Klewienen unmöglich gemacht und den Unwillen des größten Teils der Bevölkerung zugezogen.

1933-September 1937: Günther Nikolaus (* 1899). War 1924 Gerichtsreferendar, 1925 Regierungsreferendar und wurde 1929 Regierungsassessor und Hilfsarbeiter beim Landratsamt Kyritz, 1931 in Oppeln. Am 01.08.1932 trat er in die NSDAP ein. 1933 war er beim Landratsamt Ortelsburg, kurz darauf bei der Regierung Marienwerder und noch im gleichen Jahr wieder in Ortelsburg tätig. Ab April 1933 erst Landratsamtsvertreter, dann wurde er am 22.09.1933 zum Landrat ernannt. Am 03.09.1937 wurde er kommissarisch mit der Verwaltung des Landratsamtes in Sensburg beauftragt und am 03.05.1938 endgültig dorthin versetzt. Ab 1941 war er bei der Zivilverwaltung Bialystok eingesetzt. Nikolaus war verheiratet mit Christel Hauschild (* 25.05.1906) und hatte vier Kinder (Jutta * 1934, Fritz-Jürgen * 1935, Dieter und Dorothea, beide * 1937, alle wohl in Darkehmen geboren).

Oktober 1937-1945: Paul Uschdraweit. War zuvor Landwirt und Kreisleiter der NSDAP im Kreis  Pillkallen, danach Landrat dort. Lass5) schildert seine eigenmächtigen Aktionen im Zusammenhang mit der Räumung des Kreisgebiets, mit der er vielen Menschen das Leben gerettet hat, und nennt ihn "einen mutigen und umsichtigen Mann mit Zivilcourage" (S. 59).  Er starb nach 1958.


Benutzte Quellen:

1. Rolf Jehke: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 - 1945 (www.territorial.de) (zur Geschichte)

2. Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Darkehmen) (zur Geschichte)

3. Michael Rademacher: www.verwaltungsgeschichte.de (zu den Einwohnerzahlen)

4. zu den Landräten ab Seroski siehe insbesondere Kurt Kakrow: Bericht über Stadt und Kreis Angerapp, in: Kreisgemeinschaft Angerapp (Hg.): Stadt und Kreis Darkehmen/Angerapp. Rund um den Potrimposberg. Ein Bild- und Dokumentationsband. Leer 1984, S. 9-22.

5. Edgar Günther Lass: Die Flucht. Ostpreußen 1944/45. Bad Nauheim 1964.

6. Editions-Bände im Internet der Acta Borussica der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

7) Stadt und Kreis Angerapp. Ein Bildband. Selbstverlag der Kreisgemeinschaft Angerapp 1980, S. 31

8) Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. Mit Angabe sämmtlicher Güter, ihrer Qualität, ihrer Grösse (in Culturart), ihres Grundsteuer-Reinertrages, ihrer Besitzer, Pächter, Administratoren, der Industriezweige, Poststationen, Züchtungen specieller Viehraçen, Verwerthung des Viehstandes etc. Nach amtlichen und authentischen Quellen bearbeitet durch P. Ellerholz, H. Lodemann. Berlin 1879, S. 168ff.


Seite erstellt: 10.03.2007
letzte Änderung: 03.01.2012