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Daten-CD

 


Orte im Kirchspiel Ballethen

 

Allgemeines zum Kirchspiel Ballethen Geschichte Pfarrer

Literatur

Heinschke, Walter: Siedlungsgeschichte des Kirchspiels Ballethen 1539-1725, in: Nadrauen (Heimatbeilage des Ostpreußischen Tageblatts), Nr. 81 vom 28.04.1938 (Nachdruck in: Familienkundliche und ortsgeschichtliche Beiträge aus "Nadrauen", Heimatbeilage des "Ostpreußischen Tageblatts" erschienen Insterburg 1935 bis 1940. Hamburg 2013, S. 288-294 [Sonderschrift des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V., Nr. 117 = VFFOW S 117])

Heinschke, W.: Chronik der "Ballethischen Kirche", 1599 bis 1770, in: Heimatkundliche Blätter v. 15.05.1938, Jg. 8, Nr. 32, S. 213ff.

Heinschke, Walter: Bilder aus 400 Jahren Ballethen, in: Nadrauen (Heimatbeilage des Ostpreußischen Tageblatts), Nr. 96 vom 2.3.1939 (Nachdruck in: Familienkundliche und ortsgeschichtliche Beiträge aus "Nadrauen", Heimatbeilage des "Ostpreußischen Tageblatts" erschienen Insterburg 1935 bis 1940. Hamburg 2013, S. 327-330 [Sonderschrift des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V., Nr. 117 = VFFOW S 117])

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Das Kirchspiel Ballethen wurde 1599 gegründet und von Trempen abgezweigt. Die erste Kirche war aus Holz und hatte zwei Glocken. "Wind und Wetter hatten das Holzkirchlein, insbesondere den Turm arg beschädigt. Die Kirchenrechnung vermerkt, daß 1638 'der ganz baufällige Glockenthurm, gefahr und schaden zu verhüten', abgebrochen wurde. 1646 mußte die Kirche 'der Fäulnis wegen abgetragen werden und wurde in demselben Jahr in Fachwerk aufgeführet.'"17) 

"1685 entstanden eine neue Widdem (Pfarrhaus) und eine neue Schule, 1694 das Witwenhaus, auf dessen Bau das Hauptamt [in Insterburg] jahrelang drängte."18)

Ebenfalls 1685 wurde eine neue Orgel aufgestellt. Die Arbeit übernahm der Orgelbauer Davidt Tramp aus Tilsit. 1703 musste die neue Orgel zum ersten Male repariert werden und schon 1713 ein zweites Mal.

"Mit der Zeit verwitterte auch das Fachwerk der zweiten Kirche. Zuerst mußte der Turm erneuert werden."19) Das geschah 1729. 1750 dann wurde das Kirchengebäude renoviert. 1759 nahm man vorsichtshalber die Glocken vom wieder baufälligen Turm ab, der 1760 abgebrochen wurde. "Endlich kam es zum Neubau, der heute [1938] noch steht. '1767 ist die Kirche von Grund auf neu erbaut, massiv, 80 Fuß lang, 46 Fuß breit, versehen mit einem hölzernen Turm mit zwei Glocken ohne Uhr.' Die Gemeinde ließ 1770 vom Orgelbauer Preuß eine neue Orgel aus eigenen Mitteln setzen."16)

1912 hatte es 6.200 Einwohner sowie 15 Schulen mit 20 Lehrern. Es handelte sich um eine Kirche Königlichen Patronats.
Zum Kirchspiel gehörte auch Grünheide, das eine Exklave des Kreises Darkehmen im Kreis Gumbinnen bildete. Grünheide kam später zum Kirchspiel Judtschen und zum Kreis Gumbinnen. Auf der Schroetterschen Karte von 1796/1802 und auch auf einer Karte von 1836 ist es als Gründann bezeichnet, was zu Verwechslungen mit Gründann im Kirchspiel Wilhelmsberg führen kann.11)

Zum Kirchspiel gehören 1912 folgende Orte (*  hinter dem Ortsnamen bedeutet, dass eine Schule vorhanden war):

 

Anlässlich einer Kirchenvisitation im Jahre 1910 wurde festgestellt, dass die Orgel genügend und das Orgelspiel befriedigend war. Zum Zustand des Kirchengebäudes wird nichts gesagt.

 

Kirche in Ballethen

Quelle

1912 war die Abzweigung eines neuen Kirchspiels mit Sodehnen als Mittelpunkt in Aussicht genommen, aber erst 1933 wurde die Kirche in Sodehnen geweiht. Sie wurde von der 2. Pfarrstelle von Ballethen, die es seit 1914 gab, versehen.

Zur Frage des Litauertums hat Kreisschulrat Christoph Kairies (gest. 1951) aus Tilsit in einer im Auftrage des Reichs- und Staatskommissars für das Memelgebiet erstellten Dokumentation im Juli 1921 auf Grund einer Anfrage an die betreffenden Geistlichen festgestellt: "Auch hier war die Pfarrstelle früher dreisprachig, jetzt ist das Kirchspiel rein deutsch. Der litauische Gottesdienst wurde ungefähr vor 70 Jahren eingestellt."

Die Kirche in Ballethen (heute: Sadovoe) kam unversehrt über den Krieg, wurde nach 1945 betrieblich genutzt, aber in den 1970er Jahren dem Erdboden gleich gemacht. Von ihr existiert noch ein Taufstein, der in der letzten Bauphase der Kirche um 1767 entstanden ist. Er wurde 1993 zufällig auf einem Hof in der Nähe entdeckt, wo er die Zeit nach dem Krieg als Vogeltränke überlebt hatte. Der Taufstein kam nach Deutschland, wurde restauriert und dient heute wieder seinem ursprünglichen Zweck in der Dreifaltigkeitskirche in Hamburg-Harburg. Der alte Friedhof wird heute wieder als solcher genutzt.

(Quelle: www.ostpreussen.net)

Pfarrer waren:

1599-1600: Bartholomäus Willentus (+ 1605). Möglicherweise ein Sohn des gleichnamigen Pfarrers (litauisch: Baltramiejus Vilentas) der litauischen Kirche (St. Elisabeth) auf dem Sackheim in Königsberg (1550-1587), der von 1525 bis 1587 lebte und 1579 einen Katechismus in litauischer Sprache schrieb. Wurde auf Bitten des Consistoriums vom 09.02.1599, noch ehe die Kirche in Ballethen fertig war, vorläufig als Pfarrer angestellt. Er war ein geborener Königsberger, war von 1591 bis 1594 Pfarrer in Trempen, vom Januar 1594 bis Juli 1598 in Kraupischken, Krs. Ragnit. Von dort wurde er wegen unsittlichen Wandels entfernt, weshalb die Gemeinde Ballethen sich seiner am 15.03.1600 angeordneten Introduction widersetzte. VFFOW 11 führt ihn nicht als Pfarrer in Ballethen. Von 1600 bis zu seinem Tod 1605 war er Pfarrer in Szittkehmen (Rogge, S. 7).

1600(1602)-1637: Gregor(ius) Pauli (* ~ 1562 + 04.06.1637 Ballethen). Schenkte der Kirche ein noch 1873 vorhandenes bleiernes Altarpult, dessen Inschrift (Psalm 135, 1-3) seine Amtstreue bekundet (Rogge, S. 13).

1637-1653: Johann Pauli. Sohn seines Amtsvorgängers.

1651-1655: Wilhelm Johann Lüdemann (+ 1661 Niebudszen), Magister. War von 1651 bis 1653 Pfarramtsadjunkt und von 1653 bis 1655 Pfarrer. War anschließend von Michaeli 1655 bis zu seinem Tod 1661 Pfarrer in Niebudszen.4)

1655-1662: Johann(es) Kersten (+ 25.05.1662 Ballethen). Stammte aus Schweidnitz. Er war von 1632 bis 1655 Pfarrer in Kunzen. Als der Pfarrer von Niebudszen im Mai 1655 starb, bewarb er sich dort, war dort kurze Zeit Adjunkt und hielt eine Probepredigt, bekam die Stelle jedoch nicht und ging statt dessen nach Ballethen.4) Dort starb er an der 1661/1662 grassierenden Pest. Sein Leichenstein befand sich vor dem Altar der Kirche.

1662-1689: Johann George von Dieben (Düben). Besaß das damals zum Kirchspiel Darkehmen gehörige Gut Kallnen, verkaufte es aber bald wieder (Rogge, S. 13f.). Ihm war erst Jacob Trescovius (+ 1682/1683) adjungiert, nach dessen Tide von 1683 bis 1689 sein Amtsnachfolger Christoph Samuel Schmalvogel. Offenbar ist von Dieben 1689 in Ballethen verstorben, denn seine Witwe war die erste Bewohnerin des 1694 erbauten Pfarrwitwenhauses. 

1689-1709: Christoph Samuel Schmalvogel (+ 1709 Ballethen). War von 1683 bis 1689 Pfarramtsadjunkt seines Vorgängers. 

1709-1710: Heinrich Behrendt (Behrent). Gebürtig aus Insterburg. Studierte seit 30.04.1688 an der Universität Königsberg/Pr., wurde am 21.12.1695 als Pfarradjunkt in Kussen ordiniert. 1705 Pfarrer in Tollmingkehmen. Wurde am 12.05.1709 als Pfarrer in Ballethen eingeführt und starb bereits im Juli 1710 an der Pest. Er war seit 1697 verheiratet mit Maria geb. Rauschendorff aus Königsberg.9)

1711-1712: Christian Lohrer (+ 1712 Ballethen). Vorher Präzentor in Muldzen.

1712-1717: Daniel Dörffer (* ~ 1662 Stallupönen + 1717 Ballethen). Wurde um 1662 als Sohn des Daniel Doerffer (* ~ 1640 + Stallupönen) und seiner Frau Barbara (* ~ 1645) in Stallupönen (nach Arnoldt in Tilsit) geboren, besuchte 1690 die Universität in Königsberg und war von 1699 bis 1712 Pfarrer in Didlacken. Er heiratete am 10.09.1699 in Tharau Anna Catharina Partacius (* 1679 † 1714), eine Enkelin des Pfarrers Partatius von Trempen und des "Ännchen von Tharau".  Dörffer und seine Frau waren Urgroßeltern des Dichters, Komponisten und Malers E.T.A. Hoffmann (1776-1822).6) Dörffer starb 1717 in Ballethen.

1717-1719: Johann Albert (Albrecht) Piascovius (+1719 Ballethen). War seit 1712 Pfarradjunkt in Stallupönen, wo er bis zu seiner Berufung nach Ballethen 1717 blieb.

1719-1747: George Abraham Baltzer. Geboren am 10. oder 16. oder 18.02.1689 in Leipen (nach Arnoldt: unweit Tapiau) als Sohn des Wildnisbereiters Merten Baltzer in Leipen. Schule in Wehlau, Gymnasium in Königsberg/Pr. An der Universität Königsberg/Pr. seit 24.09.1707. Ordiniert am 08.07.1715 und eingeführt am 21.07.1715 als Adjunkt des Pfarrers Erhard Wiedemann in Plibischken, dem er 1718 folgte. Am 24.06.1719 als Pfarrer in Ballethen berufen und am 15.10.1719 eingeführt. Er starb am 22.09.1747 in Ballethen.8)

1748-1765: Christian Friedrich Stumer (Stimer) (* 24.02.1725 Saalau + 1765 Ballethen). Wahrscheinlich ein Sohn des Pfarrers in Saalau Christian Stimer, der dort von 1704 bis vermutlich 1749 amtierte. Bereits mit 18 Jahren wurde der Sohn Rektor in Stallupönen (1743). 1746-1748 Pfarrer in Gerwischkehmen. 

1765-07.12.1796: Paul Schröder. Gebürtig in Rhein. War Kantor in Königsberg, bevor er von 1749 bis 1765 Pfarrer in Kleszowen war. Er veröffentlichte 1781 zusammen mit dem Trempener Pfarrer Gottfried Ostermeyer ein Gesangbuch in litauischer Sprache. In seine Amtszeit fällt der Bau der neuen Kirche.

1796-1824: Heinrich Ludwig Krüger (Krieger), "geboren in Rastenburg den 5. Mai 1757. Nachdem er 9 Jahre Präcentor in Walterkehmen gewesen war, wurde er 1791 [S. 72: am 27.01.1792] Pfarr-Adjunct in Gerwißkehmen, ging von da in gleicher Qualität 1793 nach Ballethen, wo er Dom. 13. p. Trinitatis [=25.08.1793] introducirt ward. Im Jahr 1796 succedirte er seinem verstorbenen Senior und starb den 7. November 1824."12) Wird 1800 als Freimaurer5) und 1809 als Subskribent erwähnt in Theodor Heinsius' "Bardenhain für Deutschlands edle Söhne und Töchter".7)

27.06.1825-1875: Heinrich Andreas Krüger, "des Vorigen Sohn, geboren in Ballethen den 19. Jun. 1797, war zuerst lithuischer Pfarrer und zweiter deutscher Prediger in Labiau, wozu er den 26. October 1821 ordinirt wurde. Er ist den 31. Juli 1825 in Ballethen als Pfarrer introducirt worden."12) Wird 1842 zum Superintendenten des Kirchenkreises Darkehmen ernannt.2)

1875-1895: Eduard Theodor Heinrich Küsel (* 27.04.1826 Rastenburg + 23.01.1902 Ballethen). War von 1860-1871 Diakon und 2. Pfarrer in Stallupönen, danach in gleicher Eigenschaft von 1871-1875 in Pillkallen.

1897-1911: Eduard Paul Walther, der in einem Visitationsbericht aus dem Jahre 1910 so beurteilt wird: "Neben ihn [gemeint ist der Darkehmer Generalsuperintendent Kähler] tritt an tiefer Frömmigkeit, feiner Durchbildung, Vornehmheit des Charakters, als Prediger und Katechet bedeutend, der Pfarrer Walther/Ballethen, dem es zu gönnen wäre, wenn er seinem Wunsche entsprechend, in heimatlichem Boden, aber in eine Stadt könnte zurückversetzt werden." (zit. nach Angerapper Heimatbrief 1984, S. 24).

1911-1914: Willy Schliewe (* 21.12.1886 + nach 1984). Er ging 1914 nach Waltersdorf, Krs. Heiligenbeil, wo er bis 1925 als Pfarrer amtierte. Danach von 1925 bis 1932 3. Pfarrer an der Königin-Luise-Gedächtniskirche in Königsberg i. Pr. und von 1932 bis 1945 Pfarrer an der Christuskirche in Königsberg-Ratshof. Lebte 1972 in Koblenz und 1973 in Bad Neuenahr. Er heiratete am 19.12.1912 Hertha Muther (* ~ 1892 (err.) + 11.03.1984 Bad Neuenahr). Mit ihr hatte er zwei Töchter, Ruth und Ursula. Zu seinem 70. Geburtstag erschien im Ostpreußenblatt eine kurze Würdigung.15)

1915-1923: Alfred Eugen W. Schulz.

1923-1934: Walter Strazim (* 06.04.1887 + 01.06.1969). War von 1914 bis 1923 2. Pfarrer in Ballethen. Seit 1932 Mitglied des Kreisvereins für Heimatforschung Darkehmen. Wurde 1934 nach Königsberg versetzt und war dort bis 1944 Dompfarrer der 2. Domgemeinde und der letzte verbliebene Pfarrer des Königsberger Doms bis zur Zerstörung 19443). Er war verheiratet mit Martha geb. Hassenstein und zuletzt wohnhaft in Haberschlacht bei Heilbronn, wohin er 1957 von Weimar übersiedelte. 

1935-1945: Joachim Großkreutz, * 16.04.1906 Johannisburg + 27.11.1966 München. Ordiniert am 01.10.1934. War seit 1946 in Sulzdorf an der Lederhecke/Bayern kirchlicher Betreuer der ostpreußischen Flüchtlinge in Bayern und Leiter des Ostpreußischen Hilfskomitees, 1953 in St. Johannis in Würzburg und von 1959 bis 1966 Pfarrer der Heilig-Geist-Kirche in München-Moosach. Vorsitzender des bayrischen Konventsausschusses10).


Die Inhaber der 2. Pfarrstelle, die es in Ballethen seit 1914 gab, wohnten in Sodehnen. Es waren:

1914-1923: Walter Strazim (s.o.). Auf der 2. Stelle in Sodehnen 1913-1914. Moeller (VFFOW 11) führt Pfarrer in Sodehnen erst ab 1933.

1924-1929: William Papendorf. Er war 1924 2. Pfarrer in Flatow. Von 1934 bis 1938 war er Pfarrer in Mehlsack, Krs. Braunsberg, von 1938 bis 1941 in Stuhm, Krs. Marienwerder und von 1941 bis 1945 in Ostrometzko, Krs. Thorn.

1929-1931: Friedrich Rink (* 14.06.1889 Kolonie Anette/Wolhynien als Sohn des Bauern Ludwig Rink und der Karoline Kropp  + 25.03.1967 Göttingen). Gymnasium in Shitomir, Seminar in Heimtal/Wolhynien. 1911 Studium der Rechte, 1912 bis 1916 der Theologie in Dorpat. Rink wurde am 03.03.1918 in Rostov am Don zum Pfarradjunkt ordiniert und war von Mai bis Dezember 1918 (bis 1922?) Pfarrer in Heimtal. Heiratete am 16.02.1919 in Pölwe/Livland Ilse Luise Lezius (* 20.09.1897 Pölwe als Tochter der Dr. med. Oskar Lezius und der Katharina Boustedt + 06.12.1984 Georgsmarienhütte). Vom 01.08.1919 bis zum 20.08.1920 war er Pfarradjunkt in Königsberg. Von 1920 bis 1925 war er Vorsitzender des am 28.11.1920 gegründeten Vereins der Deutschen Wolhyniens in Berlin. Von 1925 bis 1926 wieder Pfarradjunkt in Berlin-Neukölln. Von 1926 bis 1929 war er Pfarrer in Schweinert, Krs. Schwerin/Warthe. Nach seiner Amtszeit in Ballethen war er von 1931 bis 1938 (VFFOW nennt 1943) Pfarrer in Lichtenhagen, Krs. Königsberg, und von 1938 bis 1945 in Jädickendorf in der Neumark. Nach der Flucht war er Pfarrer in Niedersachsen, und zwar 1946-1949 in Wathlingen, Kreis Celle, 1949-1951 in Sebexen, Kreis Osterode/Harz und 1951-1956 in Gelliehausen bei Göttingen.14) 1947 übernahm er den Vorsitz des soeben gegründeten Hilfskomitees der evangelisch-lutherischen Ostumsiedler.

1935-1938: Gerhard Matern, vorher 1933-1935 als Hilfsprediger auf der 2. Stelle in Sodehnen. VFFOW 11 nennt das Jahr 1940 als Zeitpunkt des Weggangs aus Sodehnen, führt Matern aber von 1938-1944? als Pfarrer in Aulowöhnen, Krs. Insterburg.

1938-1945: Ewald Leonhardt. War vorher von 1936 bis 1938 Pfarrer in Simnau, Krs. Saalfeld.


Als Hilfsprediger werden genannt:

1881: Hans Karl Hermann Leidreiter. War von 1881 bis 1899 Pfarrer in Kl. Dexen. Nach Moeller (VFFOW 11) war ein fast gleichnamiger Hans Karl Heinrich Leidreiter 1881 Diakon und 2. Pfarrer in Gumbinnen und von 1901 bis 1926 Pfarrer an der Lutherkirche in Insterburg. Ob es ein und dieselbe Person ist?

1895-?: Fedor Hugo Gerlach. 1896 in gleicher Funktion in Gr. Karpowen. 1899 verwaltete er die 2. Pfarrstelle in Fischhausen, und von 1900 bis 1928 war er Pfarrer in Gr. Wolfsdorf, Krs. Rastenburg.


Quellen:

1) VFFOW 70, 58

2) VFFOW 70, 139

3) Wikipedia

4) www.ottefamilienforschung.de

5) Institut Deutsche Adelsforschung

6) Lemmel-Archiv, Angerapper Heimatbrief 1982, S. 19f. Sein Sohn Johann Jakob Doerffer (* 04.06.1711 Didlacken + 21.06.1774 Königsberg) bekleidete als Jurist verschiedene Ämter in Königsberg. Er heiratete am 17.06.1739 in Kl. Waldeck bei Königsberg Lovisa Sophia Voeteri (** 01.05.1712 Glommen + 21.04.1801 Königsberg). Ihre Tochter Lowisa Albertina Doerfer (** 23.07.1748 Königsberg + 13.03.1796 Königsberg) heirate am 29.10.1767 in Königsberg ihren Vetter, den Hofgerichtsadvokaten und späteren Kriminalrat und Justizkommissar in Insterburg Christoph Ludwig Hoffmann (* ~ 1736 Neumark b. Pr. Holland + 27.04.1797 Insterburg), von dem sie 1778 geschieden wurde. Ihr gemeinsamer Sohn war Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann (* 24.01.1776 Königsberg + 25.06.1822 Berlin), der den Wilhelm in seinen Vornamen in Amadeus änderte und so zu E. T. A. Hoffmann wurde..

7) Google-Books

8) VFFOW 11 II, S. 61

9) VFFOW 11 II, S. 88

10) vgl. Hartmut Rudolph: Evangelische Kirche und Vertriebene 1945 bis 1972, Bd. II: Kirche in der neuen Heimat. Göttingen 1985, S. 344

11) VFFOW 53, S. 53

12) Rhesa, Ludwig (Hg.): Kurzgefaßte Nachrichten von allen seit 1775 an den evangelischen Kirchen in Ostpreußen angestellten Predigern als Fortsetzung der Arnoldtschen Presbyterologie. Königsberg 1834, S. 33

13) Lebensdaten nach: Altpreußische Monatsschrift, Bd. 40, Königsberg 1903, S. 472

14) Biographische Angaben nach http://wiki.wolhynien.net/index.php/RINK,_Friedrich

15) Das Ostpreußenblatt v. 15.12.1956, Jg. 7, Folge 50, S. 6:

"45. Amtsjubiläum und 70. Geburtstag von Pfarrer Schliewe

Pfarrer Willy Schliewe, der kürzlich sein 45. Amtsjubiläum begehen konnte und noch sehr rüstig in seiner jetzigen Gemeinde Weimar bei Kassel wirkt, wird am 21. Dezember sein 70. Lebensjahr vollenden. Viele seiner alten Gemeindeglieder der Christuskirche in Königsberg-Ratshof, sowie manche ostpreußische Gemeinde, der er durch Evangelisationen diente, wissen sich an diesem Tage herzlich mit Pfarrer Schliewe verbunden. Seine vielen Gottesdienstbesucher, ehemaligen Konfirmanden und Brautpaare sowie die große Ratshöfer Frauenhilfe werden seiner besonders herzlich und dankbar gedenken."

16) Heinschke, W.: Chronik der "Ballethischen Kirche", 1599 bis 1770, in: Heimatkundliche Blätter v. 15.05.1938, Jg. 8, Nr. 32, S. 216. 

17) ebd., S. 214. Heinschke zitiert nach den Kirchenrechnungen. Boetticher (Boetticher, Adolf: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Ostpreußen. 1895, S. 8) scheint also fehl zu gehen, wenn er mitteilt, dass die 1646 neu erbaute Kirche als Feldsteinbau mit Ziegelecken gebaut wurde.

18) ebd., S. 215

19) ebd.

für alle: VFFOW 11


Seite erstellt am 12.03.2007

letzte Änderung: 12.12.2013