Schulen im Kreis Darkehmen

Auf dieser Seite sind Angaben zu den Schulen im Kreis Darkehmen wiedergegeben. Bisher finden sich hier nur Schulen aus dem Kirchspiel Trempen. Alle Angaben stammen aus Böhmer, Emil: Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Trempen im Kreise Darkehmen dargestellt von Pfarrer Julius Lehmann, bearbeitet und erweitert von Pfarrer Emil Böhmer. Darkehmen 1895, S. 44-46.

 

Schulort

Geschichte

Elkinehlen

„gegründet 1738; Erweiterung des Schulzimmers 1825.“ Adliges Patronat.

Eszerischken

„ist 1738 gestiftet worden; 1810 brannte sie nieder; 1822 wurde sie neu aufgebaut, (in der Zwischenzeit wurde der Unterricht in einem Bauernhause erteilt). Das gegenwärtige [1895] Schulhaus erstand 1892.“ Adliges Patronat.

Gr. Beynuhnen

„Ursprünglich Interimsschule, seit Ende vor. [18.] Jahrh.; Stiftung um J. 1825“ Adliges Patronat.

Gr. Skirlack

„Stiftungsjahr unbekannt, etwa 1738. Das jetzige [1895] Schulhaus ist 1852 erbaut. Im Jahre 1873 wurde die Schule zweiklassig.“ Adliges Patronat.

Grieben

„gestiftet 1825, brannte ab 1828. Umbau des Schulhauses 1888.“ Adliges Patronat.

Julienfelde

„1836 gegründet. Auflösung der Guts-Waisenanstalt 1871.“ Adliges Patronat.

Kannehlen

„1826 gestiftet. Schulhaus 1828 erbaut.“ Königl. Patronat.

Kowarren

„1803 eingerichtet, (gestiftet 1791?) Im Jahre 1806 wurde der erste Lehrer definitiv angestellt.“ Adliges Patronat.

Tarputschen

„1836 gegründet, Umbau des Schulhauses 1894.“ Adliges Patronat.

Trempen

Kirchschule. „wahrscheinlich schon bei Gründung der Kirche eingerichtet und in ältester Zeit wohl die einzige des Kirchspiels, da sie in Rücksicht ihrer Unterhaltung als Eigentum der ganzen Kirchengemeinde betrachtet wurde [...]. Der Kantor der Kirche, Präzentor genannt, der, soweit bekannt stets ein studierter examinierter Theologe war, war zugleich zur Stellvertretung des Pfarrers außer bei Altargeschäften verpflichtet. Er sollte auch im Konfirmandenunterrichte dem Pfarrer Hilfe leisten. Mißbräuchlich nur im Laufe der Jahre wurde er zugleich als Lehrer der Kirchschule verwandt, so daß mit der Zeit seine Thätigkeit als Lehrer als sein Hauptamt, seine kirchl. Amtsarbeit, wozu auch das Orgelspiel und die Leitung des Gesanges in der Kirche gehören, als Nebenamt angesehen wurde. Zu dieser Schule gehörte bis zum Jahre 1828 auch die jetzige Kannehlensche Sozietät und als da eine eigene Schule Königl. Patronats gegründet war, wurde zugleich hier eine II. Klasse eingerichtet und ein Hilfslehrer angestellt, welchem der Präzentor, außer einer Stube und einem Holzgelaß, auch einen Teil seiner Kalende, der von Bratricken, abgeben mußte, zu welchem Einkommen dieses Lehrers noch 5 Klafter Holz aus Königl. Forst und 7 Thaler bar aus der Reg. Haupt-Kasse zum Gumbinnen kamen. Auch wurde dem Präcentor die Verpflichtung auferlegt, den Lehrer zu speisen, wofür er aber die Kalende nehmen konnte. Im Jahre 1857 wurde die II. Lehrerstelle auf ca. 100 Thaler Einkommen reguliert, wozu die Sozietät etwa 50 Thaler beiträgt.“ Adliges Patronat.


Seite erstellt: 30.01.2012

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