Fritz von Farenheid (1815-1888)

 

"Fritz von Farenheid ist am Reformationstag, am 31. Oktober 1815 zu Angerapp geboren. Aus der Taufe haben ihn sein Großvater, der Kriegsrat [Friedrich Wilhelm Johann von Farenheid], und der damalige Staatsminister von Schön gehoben. Wie eine unüberwindliche Sehnsucht seines Vaters hat ihn ebenfalls das Reisen in die Neue Welt geführt. Es zog ihn mächtig nach jenen Stätten hin, auf welchen die Künste des Altertums einst ihre herrlichen Triumphe gefeiert haben. Nach vollendetem Studium traf er um das Jahr 1840 in Begleitung des Generalleutnants a. D. von Twardowski eine an Genüssen, wie an Gefahren reiche Reise nach dem Orient an. Längere Zeit verweilte er in Griechenland, Konstantinopel, Kleinasien und Jerusalem. Eine lebensgefährliche Krankheit (Sonnenstich) zwang ihn zu beschleunigter Heimkehr. 1851 unternahm von Farenheid seinen ersten Römerzug und weilte längere Zeit in Italien. Wiederholt kehrte er später, mit seinem Freunde, dem früh verstorbenen Major von Salpius daheim zurück. Bald darauf unternahm er eine Reise nach England, 1859 wurden größere Reisen durch Frankreich und Spanien, 1867 in Begleitung W. Wolffs eine Reise nach Kopenhagen zum Studium des Thorwaldschen Ateliers unternommen. Auf all diesen Reisen wurden erhebliche Kunstschätze gesammelt und in Beynuhnen aufgestellt." (aus: Kurt Heinrich Gustav Lilleike: Wie war's - Mein Leben)

Über die Kunstsammlung in Beynuhnen: siehe Kl. Beynuhnen. Fritz von Farenheid war von 1869 bis 1888 Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin, Sektion für die Bildenden Künste. Er starb am 8. Juni 1888.

2. Artikel über die Farenheids im Ostpreußenblatt

Seite erstellt: 02.01.10

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